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Unsere Umweltbotschaft

Eine Botschaft der Nachhaltigkeit, an unsere Freunde von nah und fern

Nachdem Sie die unberührte natürliche Schönheit von Mayo gesehen und die Menschen dort getroffen haben, möchten wir Sie bitten, unseren Blickwinkel auf die unmittelbare Bedrohung unserer Umwelt – die uns alle betrifft – nachzuvollziehen.

Aus dem Living Planet Report des Worldwide Fund for Nature (WWF) für 2010 geht hervor, dass die Weltbevölkerung zurzeit den eineinhalbfachen nachhaltigen Ertrag der Erde konsumiert.

Wenn Pflanzen auf großen Anbauflächen mit Maschinen geerntet warden, die fossile Kraftstoffe benötigen, ist es klar, dass eine Knappheit dieser Kraftstoffe eine weltweite Hungersnot zur Folge haben könnte. Da sich das Klima verschlechtert und die Sonnenstunden weniger werden, ist damit zu rechnen, dass Ernten geringer ausfallen. Auch aus der schlechter werdenden Bodenqualität durch den Einsatz künstlicher Düngemittel entstehen Probleme.

Treibhausgase (wie auch immer sie entstehen), eine geringe Anzahl von Sonnenflecken (wie im Spörerminimum) und Variationen der Erdumlaufbahn sind klimaverändernde Faktoren. Zu letzteren stellte Milutin Milanković die These auf, dass die Geometrie von Erde und Sonne das Klima beeinflusst: 1) die Exzentrizität der Erdumlaufbahn (seit über 100 000 Jahren zwischen kreisförmig und elliptisch schwankend), 2) die Schiefe der Erdachse in Relation zu ihrer Bahnebene (22,1 zu 22,4o über 41 000 Jahre) und 3) die Präzession (die Richtung, in die die Erdachse zeigt, ein 21 000 jähriger Zyklus). Veränderungen in der Erdumlaufbahn dauern Jahrtausende und dementsprechend langsam geht die daraus folgende Klimaveränderung vonstatten. Sonnenfleckenzyklen verändern sich merklich in ihrer elf jährigen Dauer.

Der Weltklimarat (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen, IPCC) der Vereinten Nationen bezieht solare Effekte in seine Berechnungen mit ein (Scientific American, Juli 2009). Der Rat setzt sich aus Wissenschaftlern aus aller Welt zusammen und kann mit Fug und Recht als hochkarätig bezeichnet werden.

Die folgenden Grundsätze sind für unsere gemeinsame Zukunft auf diesem Planeten wesentlich:

  1. Ein Großteil der Wissenschaftler stimmt darin überein, dass die Abgabe geologischer Mengen an Gasen, die die thermalen Eigenschaften der Atmosphäre beeinflussen, eine erhöhte Anzahl an unvorhersehbaren, extremen klimatischen Ereignissen zur Folge hatte. Diese Emissionen vermischen sich erst nach Jahrzehnten vollständig mit anderen Gasen. Um den Ausstoß von Treibhausgasen und gesundheitsschädlichen Gasen sicher zu reduzieren, muss die jährliche Produktion fossiler Kraftstoffe reguliert werden. Energiesparmaßnahmen, die von der Kraftstoffproduktion abgekoppelt sind, lösen das Problem nicht.

  2. Warme Luft hat einen Einfluss auf die Entwicklung von Stürmen. Während des Sturms wird thermische Energie wird in kinetische Energie umgewandelt, was zu einer Abkühlung der Luftmassen führt. Dies ist ein Beispiel für ein Phänomen, das manchen Menschen erlaubt, die Behauptung aufzustellen, das sich die Atmosphäre nicht erwärmt. In allen Bereichen kann es vorkommen, dass sich jemand eine Meinung bildet, ohne alle relevanten Fakten zu kennen. Open-Source Bildung und Erziehung sollten durch die Nutzung elektronischer sozialer Netzwerke gefördert werden

  3. Die Kontrolle über den Ausstoß von Treibhausgasen ist der einzige Weg, wie der Mensch den Klimawandel beeinflussen kann. Soweit möglich müssen wirtschaftliche Faktoren der Produktion und der Förderung natürlicher Ressourcen, wie von der Exekutive der Vereinten Nationen empfohlen, auf internationaler Ebene verwaltet werden, mit allen nötigen Sicherungsmaßnahmen. Die Menge an Rohstoffen, die ein Land nachhaltig verbraucht, sollte im Idealfall mit seinem Beitrag zum Wohlergehen der Menschheit verknüpft sein, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft. Die Komplexität dieser Herausforderung steht den Gefahren, die von einer weiteren Klimaverschlechterung ausgehen, in nichts nach.

  4. Manche Länder hatten bereits Teile der Ressourcen dieser Welt verbraucht, bevor andere Länder überhaupt den Prozess der Industrialisierung durchlaufen haben. Man könnte sagen, dass Nationen mit ihrer Entwicklung nicht aufeinander warten müssen. Man könnte auch sagen, dass natürliche Ressourcen entweder der ganzen Welt gehören, oder den Einwohnern eines bestimmten Landes. Dieses könnte aber von einer alteingesessenen Bevölkerung oder einer eingewanderten Bevölkerung bewohnt werden. Es wäre am besten, wenn die jeweilige Situation so akzeptiert wird, wie sie sich tatsächlich entwickelt hat und wenn die Nationen eine gerechtere Verteilung der Ressourcen anstreben würden. Bedenkt man den Mangel an Respekt, der im Verlauf der Geschichte gegenüber dem Primitiven, den Alten und den sehr Jungen, inklusive der Ungeborenen, an den Tag gelegt wurde, so scheint die Frage, ob Ressourcen gleichmäßig oder gemäß spezieller Interessen verteilt werden sollten eine der dringlichsten zu sein. Diese Frage sollte offen und öffentlich diskutiert werden, vor allem, wenn es um die Entwicklungsländer geht.

  5. Um sicherzustellen, dass der Wille der Bevölkerung in einem Land nicht dem von Interessenvertretern untergeordnet wird, sollten Mechanismen geschaffen werden, die die Struktur und die Arbeitsweise von Regierungen ergänzen. So kann jeder Einflussmissbrauch offen und zur allgemeinen Zufriedenheit aufgeklärt werden. Darüber hinaus sollen so die öffentliche Debatte angeregt werden und Probleme für die Bevölkerung verständlich gemacht werden, bevor Gesetze eingebracht werden, um nationale und internationale Anforderungen zu erfüllen.

 

Weitere Links (auf Englisch):

  1. Climate change and forced migration: Observations, projections and implications, Oli Brown
  2. People and Possibilities in a World of 7 Billion, UNFPA
  3. Laudato si'

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