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Aspekte der Kultur in Irland

1. Einführung

Schon vor langer Zeit hat die unberührte Natur Irlands dazu beigetragen eine Art von Menschen auf dieser westlich gelegenen Insel zu erschaffen, die nicht nur Freiheit, sondern auch Unabhängigkeit schätzt. Die Kultur entwickelte sich in erster Linie aus einer Vielfalt von ethnischen Herkünften: Kelten (Gaelic), Wikinger, Normannen, Engländer, Anglisierten-Iren und die heutigen weltweiten Neuankömmlinge. Das heutige irische Leben wird hauptsächlich von dem anglo-amerikansichen Einfluss geprägt und der keltische Einfluss überlebt in Schlupfwinkeln, indem er auf keinen Konflikt stößt.

Eine Kultur, kann viele verschiedene Bedeutungen haben. In Irland bestehen keine wesentlichen kulturellen Unterschiede, weder zwischen sozialen Klassen, noch zwischen verschiedenen Regionen. Nirgends auf der Insel ist die Entfernung zum Meer größer als 80 km (50 Meilen). Gebiete behalten ihre Dialekte bei, die bis zu den vornormannischen Zeiten zurückreichen. Irland ist in Landeskreisen aufgeteilt, die normannischen Gliederungen entsprechen. Noch ältere gälische Gliederungen, die sich auf ehemalige Königreiche beziehen, sind in einigen Teilen des Landes anerkannt.

Die Kultur entwickelt sich stetig weiter, und deren Eigenschaften spiegeln sich im sozialen und wirtschaftlichen Leben wider. Die Menschheit hat kein genetisch verankertes Kulturerbe. Eine Lebensweise, die über Jahrhunderte hinweg unangetastet geblieben war, kann in einer einzigen Generation zerstört werden. Das Ausüben von Traditionen, und das Vorhandensein von einem gewissen Maß Nostalgie können Maßnahmen gegen solche Unbeständigkeit sein.

Irisch-amerikanishe Besucher kommen mit der Erwartung, ein agrarwirtschaftliches Land zu sehen, in dem die Einwohner mit einem witzigen Akzent sprechen. Die irischen Einwohner mit keltischer Abstammung sprechen auch mit einem witzigen Akzent (obwohl der im internationalen Fernsehen gedämpft wird). Die irische Wirtschaft ist durchgehend industrialisiert.

2. Eine Lektion vom Besuch der englischen Königin und dem US Präsidenten Obama

Während ihres Besuchs im Mai 2011 hat die englische Königin Elizabeth II ihr Wissen über die irische Geschichte und Kultur unter Beweis gestellt. Sie hat ihre großartige Rede im Schloss von Dublin mit den Worten: “A Uachtaráin agus a Chairde...(Präsident und Freunde…)” begonnen und das in einer einwandfreien Aussprache und in einem perfekten Tonfall. Ein paar Ausschnitte des königlichen Besuchs, können hier in diesem Video angesehen werden. Jeder ihrer Züge war aufrichtig und bewegend. Der Besuch der Königin wird für immer in den Herzen aller Iren verbleiben. Den Respekt und die Zuneigung, hätte kein anderer Monarch aus der königlichen Familie vor ihr gewinnen können. Mit Stolz auf unsere Kultur und unsere Sprache, hat die Königin und ihr Gefolge, uns ihre Freundschaft angeboten. Es liegt nun an uns freundlich auf die liebenswürdige Botschaft ihres Besuchs zu reagieren.

Nur einige Tage nach ihrer Abreise hielt U.S. Präsident Obama im College Green eine, hauptsächlich an junge Leute gerichtete, Rede. Er hat die Welt daran erinnert, dass die Iren eine ausgeprägte Kultur und eine starke Bindung zu ihrer historischen Sprache haben. In Bezug auf unsere Einstellung zu einer wirtschaftlich herausfordernden Zukunft sagte er unter stürmischen Applaus: “Is féidir linn!” (Ja, wir können!) Es stimmt, denn die Stärke, die wir brauchen um uns auf schlechte Zeiten vorzubereiten, finden wir beim Pflegen unserer Herkunft und unserer Identität.

Auf dieser Seite sind weiterhin auch Informationen über 5000 Jahre verstreuter keltischer Kultur auf unserem Kontinent zu finden, diese Informationen beziehen sich auf Volkserzählungen, Sprachwissenschaften und unserer eigenen DNS. Wir sollten unserer Jugend beibringen ihre großartige Identität zu schätzen, die nur sie besitzen können. Schon die Römer sahen Bildung als eine Art Selbstfindung, wobei ein disziplinierter Charakter geformt und damit dem Schüler die Möglichkeit gegeben wird sich weiter zu entwickeln.

3. Die irische Sprache

Irisch, Schottischkeltisch und Manx (keltische Mundart der Bewohner der Insel Man) sind eng sprachverwandt, weiterhin gehören zur gleichen Familie Walisisch, Kornisch und Bretonisch. Genauso wie die polnischen und spanischen Menschen in Galicien, haben schon die Galantien aus Anatolien (Türkei), zu denen St. Paul seine Briefe schrieb, eine keltische Sprache gesprochen. Die keltischen Sprachen sind indoeuropäisch. Aber eine Beziehung zur irischen Sprache haben auch hebräisch, arabisch, amaigh (berber) und sogar igbo.

Seit über Tausenden von Jahren erhalten sich Irland, Schottland und die Insel Man eine standardisierte Bildungssprache. Das erste Anzeichen für die irische Sprache, die Ogham Schreibweise, entstand um die 400A.D. Die sprachwissenschaftliche Entwicklung entstand wie folgt: altirisch ca 650-900 A.D., mittelirisch ca 900 A.D.-1200 A.D., frühneuirisch ca 1200- 1600 A.D. und modernirisch ca 1600 A.D.- heute.

Die älteste Literatur nördlich der Alpen wurde schon auf irisch verfasst. Die literarischen ununterbrochenen Traditionen erstrecken sich über eine Zeitspanne von 14 Jahrhunderten. Der Amra Choluim Cille (oder ‘das Leben de St. Colm Cille’) ist der älteste Text, der mit Sicherheit datiert werden kann, dieser wurde um die 597A.D. geschrieben. Die frühgeschichtlichen irische Schreiben bestehen teils aus Kopien von lateinischen Gospels. Gelegentlich haben Mönche von ihren beschwerlichen Arbeiten abgelassen und Gedichte in den Rändern ihrer Niederschriften verfasst, diese können in der Universitätsbibliothek in Würzburg begutachtet werden.

Im 16. und 17. Jahrhundert war irisch die Amtssprache Irlands. Aufgrund der Kolonialisierung im Jahre 1835 wurde die Anzahl irisch sprechender Menschen in Irland auf 4 Millionen verkleinert. In den späten Jahren von 1840, während der großen Hungersnot, wurde die Anglisierung zur Überlebensnotwendigkeit. Um 1891 gab es 680,000 irisch sprechende Menschen in Irland.

1991 ergab eine Volksbefragung, die in den sieben offiziellen gälischen Gebieten (Gaeltachtaí) durchgeführt wurde, dass in Irland 56.469 irisch sprechende Menschen leben. Die irisch sprechende Radiostation ‘Raidió na Gaeltachta' und der irisch sprechende Fernsehsender 'TG4', haben unter Leitung eines wunderbaren Managements den Wert unserer antiken und einzigartigen Geschichte hervorgebracht. Radio na Life ist Dublins eigene irisch sprechende Radiostation. Die Anzahl der irisch sprechenden Stadtbewohner nimmt weiterhin zu. In einer Umfrage, die im Jahre 1993 vom sprachwissenschaftlichen Institut von Irland durchgeführt wurde, gaben 9% aller Befragten an, irisch in einer Unterhaltung innerhalb der vorherigen Woche benutzt zu haben.

Seit der Unabhängigkeit von England hat der irische Staat verschiedene Regelungen aufgestellt, die irische Sprache zu fördern. Die im Jahr 2003 verabschiedete offizielle Sprachgesetzregelung ermöglicht es, mit dem Staat auf irisch oder auf englisch zu verkehren. [Diese Regelungen werden eher gebrochen als respektierend befolgt.] Ein großer Anteil der Bevölkerung sieht irisch als erste Amtssprache an, und auch das es als einen wichtigen Teil unseres Kulturerbes und unserer Identität ist.

Die im Jahre 2002 durchgeführte Volksbefragung ergab, dass 43% der Befragten irische Sprachkenntnisse haben aber nur 2,6% davon diese auch täglich anwenden. Es ist allerdings bemerkenswert, dass das tägliche Irischsprechen bei Kindern im Alter von 3-4 Jahren von 4.6% im Jahr 1996 auf 5.4% im Jahr 2002 gestiegen ist.

4. Kindernamen

Christliche Namen und Familiennamen sind sehr wichtig. Wobei der christliche Name normalerweise zu Ehren der Großeltern oder anderen Vorfahren gegeben wird, und der Familienname die Abstammung, den Klan und die Herkunftsgegend aus gälischen Zeiten repräsentiert. Aus diesem Grund ist es einem Grundstücksbesitzer auch sehr wichtig, den Familiennamen auf dem Besitz beizubehalten (aber nicht dem Gesetzgeber).

Heutzutage weisen Namen selten auf die Abstammung hin. Manche, die christliche Namen tragen, sind nicht wirklich Christen und zeigen weder von kulturelle noch familiäre Zugehörigkeit. Die irischen Familiennamen werden mit ihnen vermischt. Die Eltern haben in der Tat vielleicht keine Ahnung von dem Ursprung ihrer Familie. Sogar das Wort “Familie” hat heutzutage eine lose Bedeutung.

Die Namensgebung eines Kindes ist aber immer wichtig. Sind die Strukturen einer Familie und in der Verwandtschaft geschädigt, dann ist auch das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Generationen schlecht, und sogar die Kultur in der Gemeinschaft hat darunter zu leiden. Die Namensgebung eines Kindes heutzutage hängt häufig von den persönlichen Interessen der Eltern ab. So hat zum Beispiel das Fernsehschauen das menschliche Austauschen miteinander zu einem bestimmten Anteil ersetzt. Die Auswirkung davon könnte eventuell für ein Diskussionsthema alleine über die Aspekte einer nationalen Identität darstellen.

5. Gaelic Athletic Association (GAA: An Cumann Luath-chleas Gael) - ist ein irischer Sportverband

Das Gaelic Football und das Hurling sind wichtige Bestandteile des irischen Amateursports. Hurling, ist ein Sport bei dem viel Geschick verlangt wird, es wird mit einem Schläger oder einem Stock gespielt. Der kleine Ball kann eine Geschwindigkeit von 193 km/h (120 mph) erreichen. Hurling kann Tausende von Jahren zurückverfolgt werden, da es schon in Legenden festgehalten wurde. In den anfänglichen Versuchen die gälische Kultur zu unterdrücken, wurde der Sport ursprünglich gesetzlich verboten. Hurling wurde in den letzten Jahren auf Landesebene vom Landeskreis Kilkenny dominiert. Die antiken Brehon Laws (Richtergesetze) zeigen, dass Football seit dem 8.Jahrhundert reguliert wurde. Frauen spielen auch Football und Camogie, was eine Art von Hurling ist. Das größte GAA Stadium ist das Cork Park Stadium, in dem 80,000 Menschen Platz finden.

Abgesehen vom Football und Hurling organisiert die GAA auch Handballspiele und Schlagballspiele. Die GAA ist die größte auf eine gemeindebasierende Organisation in Irland und engagiert sich deshalb auch sehr für alle anderen Gesichtspunkte der irischen Kultur. Fußball und Rugby sind auch hier sehr beliebte Sportarten, so wie auch Leichtathletik, Boxen, Reiten, Fischen, Handball und Golf.

6. Glaube und Philosophie

Den Kelten wurde schon immer ein schlussfolgerndes Argument zugesprochen. Im modernen Zeitalter hat das Katholische, zusammen mit den antiken vorchristlichen und philosophischen Herkünften eine solide Basis gefunden. Seit 2000 Jahren unterstützen wir eine unveränderte heilige Tradition, dessen Grundlage das Prinzip der bedingungslosen Liebe für andere ist. In letzter Zeit weicht die institutionelle Kirche von ihren Lehren ab, “Kirchliche Light-Touch Regelung”, wobei gleichzeitig ein Rückgang in der gälischen Kultur und ihrer Stärken zu sehen ist. Das Letztere macht einen logischen, robusten und unabhängigen Cosmhuinntir (allgemeinen Bürger) aus. Heutzutage sind Teilnahmen an Sonntagsmessen unter 30% gefallen.

Die Richtung zur Gleichheit in der Gesellschaft war in den gälischen Brehon Laws (Richtergesetze) verankert. Das spiegelt vielleicht die große Anzahl von irischen Leuten wider; die anderen in Not daheim und in weiter Ferne helfen. Das Konzept von Klassenbildung ist traditionell immer noch vorhanden, bei dem die Klassenbildung eher nach Charaktereigenschaften und nicht nach Reichtum strukturiert wird. Unser heutiges politisches System, ohne ausreichende Gewaltenteilung, ist nicht das gleiche, dass von feudalen normannischen Eindringlingen in 1172 beendet wurde. Manchen Leuten, wird es unterstellt, eine Haltung ‘gegen die Regierung’ zu haben. Fraglich ist nur, ob solche Leute davon überzeugt sind, dass das heutige System ein koloniales Überbleibsel ist.

Ohne unsere gälische kulturelle Schutzwand sind wir auf Schwierigkeiten mit der geistlichen und weltlichen Staatsführung gestoßen. In letzter Zeit hat beides eine Rolle gespielt, kulturelle Anpassung sowie auch kulturelle Entwurzelung. Wobei das Letztere offensichtlich weltweites ein Phänomen ist und allein ein Diskussionsthema darstellt. Die Verantwortung für unsere Institutionen, die von Menschen verwaltet werden, könnten wir selbst übernehmen und sie wieder herrichten. Dass geklagt aber nicht gehandelt wird, zeugt von einer kulturellen Disposition.

Die Nachkömmlinge der englischen Siedler auf der Insel sind hauptsächlich Mitglieder der protestantischen Kirche von Irland. Als Anglikaner sind sie ein wichtiger Bestandteil der irischen Gesellschaft. Die Beziehungen zwischen ihnen und der katholischen Bevölkerung sind ein Beispiel wie sich Zusammenarbeit und gegenseitiger Respekt vorteilhaft auf verschiedene Traditionen auswirken können.

Die Mehrheit, hauptsächlich Presbyterianer, in Nordirland bevorzugen getrennt und britisch zu bleiben. Der Pfarrer Ian Paisley könnte behaupten, dass uns eine gemeinsame Geschichte verbindet, wobei viele presbyterianischen Familien schottisch-gälische Abstammung sind. Es gibt keine einfache Definition für ‘Britisch’, da sich das Wort auf die vorrömischen Kelten bezieht.

Neuste Einwanderer, die nach Irland kommen, sind Katholiken, christliche Orthodoxe, Protestanten (die entweder an den christlichen Traditionen festhalten oder sich nur auf die Bibel beziehen), Muslime (Shia, Sunni, Alawi, Suffi usw.) Hindu, Buddhisten, Atheisten und Agnostiker. Religionen treffen hier auf neue Einstellungen, wie zum Beispiel Neutralitätspflicht des Staates, welches normalerweise (aber nicht immer) wenig auf philosophischer Basis beruht. Entscheidungen über das Leben zu treffen ohne gemäße Autorität oder sogar Fürsorge, ist ein Diskussionsthema an sich.

7. Wirtschaft

Kevin Gardiner, ein britischer Ökonom, hat den Begriff ‘Celtic Tiger’ im Jahre 1994 geprägt, um Irlands scheinbare Leistung mit den sogenannten wirtschaftlichen asiatischen Tigern zu vergleichen. Diese Metapher ist nicht nur hier, sondern auch weltweit bekannt. Arbeitsplätze beeinflussen die Kultur und Perspektiven.

Seit den späten 1980er Jahren bis etwa ins Jahr 2003, diente der irische Arbeiter als funktionierende, wettbewerbsfähige, wirtschaftliche Arbeitskraft. Allerdings hatten die, in den höheren Rängen des öffentlichen Bereichs, keine eiserne Geschäftsdisziplin. Im Jahr 2002 wurde dem Immobilienboom zugeschaut, welcher auf billig geborgten europäischen Kapital gestützt war. Vom Jahre 1995 bis zum Jahr 2007 wuchs das Bruttoinlandsprodukt über 6 % jährlich, während Immobilienpreise in Irland schneller als in irgendeinem anderen Industrieland anstiegen.

Irland hat einen hohen Prozentsatz an Eigentumswohnungen, das auch ein gälischer überlieferter Wert ist, denn schon in gälischen Zeiten hat das irische Volk immer sein Land besessen. Die Fehlerhafte Raumplanungen haben bleibende soziale, wirtschaftliche und architektonische Probleme hervorgerufen.

Im Jahre 2008 trat der unvermeidbare Zusammenbruch ein, wobei der Staat alle Bankdepots, mit dem Wissen des Schuldenüberhanges, garantiert hat. Um die EU-Anleihengläubigen abzuzahlen, wurde Ende des Jahres 2010 ein $112 Milliarden Rettungskredit mit Strafzinsraten von der EU und der IMF akzeptiert. Die Schulden wurden ‘sozialisiert’ (das heißt, dem Steuerzahler übergeben) und deshalb wurden die Gelder gebraucht, um zu vermeiden, dass die Staatsverschuldung nicht mehr gedeckt werden konnte. Ein Vier-Jahres-Sparplan wurde erstellt, der das Haushaltdefizit um 20 Milliarden Euro senken soll. Die Problematik der Inlandsschulden (hauptsächlich Grundstückshypotheken) muss noch in Angriff genommen werden.

Zum Ende des letzten Jahrzehnts machte die Landwirtschaft geschätzte 2.5% des Nationaleinkommens aus, während dem produzierenden Gewerbe (Baugewerbe eingeschlossen) 34% und andere Dienstleistungen (Vermietungen eingeschlossen) 45% darstellten. Die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und der Fischfang beschäftigten knapp 120,000 Arbeiter, und die Fertigungsindustrie zählte rund 280 000 Beschäftigte (etwas mehr als im Baugewerbe).

Diese Bereiche, hatten für eine produktive und stabile Wirtschaftsebene gesorgt und eine Beschäftigungszahl von über 2,000.000 gehabt. Während den Jahren des ‘Celtic Tigers’ in den 1990er wurden Handelsüberschüsse, gefallene Inflation und ein Anstieg von Verbraucherausgaben in Kauf genommen. Die Arbeitslosenzahl ist von 12% im Jahre 1995 auf die heutigen 14% angestiegen.

Das Dominieren des Exportbereichs von multinationalen Firmen spielt auch jetzt wieder im Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle und das Land erfreut sich auch wieder an einem Handelsüberschuss. Berichten zu Folge, hat das Bildungswesen einen erstzunehmenden Standardeinbruch erlitten. Es gibt Tausende offene Arbeitsstellen, die zurzeit nicht besetzt werden können, da qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Das zeugt vom Versagen des Bildungssystems und stellt an sich ein Diskussionsthema dar.

8. Craic (Unterhaltung und Soziales Vergnügen)

Die irische Kultur überzeugt durch eine höfliche Zwanglosigkeit, die den einfachen Umgang mit den Leuten sehr leicht macht. Die einzigartige Zwanglosigkeit spiegelt vielleicht die Abwesenheit vom förmlichen Sie (wie in Französisch ‘tu’ zu ‘vous’ wird) wider. [In Englisch ist dieses förmliche Sie verloren gegangen, außer bei den Dialekten.] Unbekannte Leute, werden in den städtischen sowie auch auf den ländlichen Gegenden gegrüßt. Öffentlich Zuneigung zu zeigen, wird als ‘Continentaler’ Brauch angesehen. Guter Humor, literarischer Scharfsinn und das Beherrschen von Witz und Schlagfertigkeit sind sehr wichtig. Die Beteiligung am schwarzen Humor ist ein beständiger Test der geistigen Gewandtheit, der seine Wurzeln in den gälischen Zeiten findet.

9. Kunst

Darsteller und Künstler sind geschätzte Mitglieder der Gesellschaft. Musik, Schauspielerei, Singen, Tanzen, Komponieren und Schreiben sind sehr anerkannte Berufe. Einige unserer aktuellen Künstler, die sehr erfahren in nordamerikanischen und internationalen Künsten sind, sind zum Beispiel: U2, Westlife (Popmusik), Van Morrison, Rory Gallangher, Phil Lynnott (Rockmusik), Daniel O’Donnell (Volksmusik) und James Galway (Klassische Musik). Die Chieftrains, De Danann und Clannad haben die irische traditionelle Musik bekannt gemacht. Die Riverdance Show, die schon sehr lange mit Michael Flatley in der Hauptrolle zu sehen ist, hat internationale Zustimmung gefunden. Das Joe Mooney Musikfestival in Leitrim und das Galway Kunstfestival sind nur zwei von vielen kulturellen anerkannten Ereignissen. In der Filmindustrie haben Filmregisseure wie Neil Jordan und Jim Sheridan das internationale Ansehen der irischen Filmindustrie gestärkt. Großartige Schauspieler sind unter anderem Pierce Brosnan, Brendan Gleeson, Cillian Murphy, Liam Neeson und Stephen Rhea.

In vielen Ländern werden die landeseigenen Künste sehr in den Hintergrund gestellt oder werden nur für wunderliche Touristenunterhaltung benutzt. In Irland hingegen blüht die Kunstbranche wieder auf, dies ist besonders der ansteigenden Zuversicht in der wirtschaftlichen Entwicklung zuzuschreiben.

Die literarische Renaissance des späten 19. Jahrhunderts verband die alte traditionelle irische Literatur mit der neuen englischen Schreibweise; die dann als anglo-irische Literatur berühmt wurde. Einige der besten Schriftsteller des letzten Jahrhunderts waren Iren, so zum Beispiel: W.B Yeats, George Bernard, James Joyce, Samuel Beckett, Frank O’Connor, Seán Ó’Faolain, Seán O’Casey, Flann O’Brian und Samuel Heaney.

10. Literaturhinweis

  1. Clancy, Patrick, Sheelagh Drudy, Kathleen Lynch, and Liam O'Dowd, eds. Irish Society: Sociological Perspectives , 1995.
  2. Curtin, Chris, Hastings Donnan, and Thomas M. Wilson, eds. Irish Urban Cultures , 1993
  3. CIA World Fact Book
  4. Finfacts – Ireland’s Business and Finance Portal
  5. Government of Ireland, Central Statistics Office, Principal Statistics.
  6. Government of Ireland, Department of Foreign Affairs. Facts about Ireland
  7. Embassy of Ireland, Singapore
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